Angaben zum Pferdebestand

Beobachtet wurden frei lebende Konik- Pferde in verschiedenen Naturschutzgebieten am Niederrhein in der Provinz Gelderland (Niederlande): „Millingerwaard“, „Gelderse Poort“, „Blauwe Kamer“ und „Plantage König Wilhelm III“.

GallowayrindKonik-Herde

 

 

 

 

 

 

 

 

Dort leben, neben Galloway – Rindern, die Konik – Pferde, weil sie die Landschaft offen halten, robust genug sind, um ganzjährig draußen zu sein und nicht zuletzt auch, weil sie sich Besuchern gegenüber relativ freundlich verhalten. Die Vorteile der Konik – Pferde sind im Beitrag der Tiere zur Erhaltung der Artenvielfalt, der Waldentwicklung und dem Erhalt natürlicher Weiden z.B. an Überflutungsgebieten längs der Flussläufe zu sehen.

In den Gebieten „Gelderse Poort“ und „Plantage König Wilhelm III“ war die Suche nach Konik – Pferden erfolgreich. Beobachtet wurden je eine Herde, es handelte sich jeweils um gemischte Herden: Leithengst mit Stuten, z.T. schon mit Fohlen bei Fuß.

 

Anzahl der beobachteten Pferde / Herde

Konik-Herde

  • Stuten: ca. 25-35
  • Hengste: 1
  • Fohlen: ca. 5

 

Der natürliche Lebensraum:

 

Flächengröße

  • Naturschutzgebiet Millingerwaard: 700 Hektar
  • Naturschutzgebiet Gelderse Poort: 21.000 Hektar
  • Naturschutzgebiet Plantage König Wilhelm III: 6000 Hektar
  • Naturschutzgebiet Blauwe Kamer: 120 Hektar

 

Landschaftsbeschreibung

  • Ufergebiete des Niederrheins
  • Hügel, Sanddünen
  • Sumpf, Moore
  • abwechslungsreiche Vegetation: offene Flächen (Wiesen, Weiden), Sträucher (Brombeeren), Baumgruppen

UfergebietKoniks im Gebüsch

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Klima

  • geprägt durch die Nähe zur Nordsee
  • subatlantisches Klima (Winter kälter, die Sommer wärmer als in der Küstenregion)
  • sehr windig

Bodenbeschaffenheit

 

Bodenbeschaffenheit

  • sandig, weich
  • im Winter gefroren
  • teilweise sehr feucht (sumpfig)

 natürliche Feinde

  • keine

 

Witterungsschutz

  • Winterfell
  • Bäume, Sträucher, WaldUnterstand
  • Felsen
  • Im
    Naturschutzgebiet Blauwe Kamer sind Reste einer Ziegelei, dort wurden zwischen 1890 und 1975 Ziegel gebrannt. Die Überreste der Ziegelei dienen heute den Tieren als Unterstand.

 

Futterangebot

  • Gras, Kräuter
  • Bäume (Weiden)
  • Wurzeln, Laub

 FutterangebotFutterangebot - Bäume

 

 

 

 

 

 

 

Erkrankungen, UrsachenVerletzungen

  • Verletzungen
  • Hufrehe
  • Parasitenbefall
  • Infektionen

 

Verluste /Jahr, Ursachen

  • gering, es erfolgt eine kontinuierliche Vergrößerung der Bestände, so dass niederländische Konik - Pferde an andere Länder wie z.B. nach England weiterverkauft werden

 

Einfluss des Menschen: 

  • keine Zufütterung
  • keine Entwurmung
  • keine Impfung
  • keine Hufpflege
  • medizinische Hilfe nur in Extremfällen